9.11. – DU – Kein Vergeben, kein Vergessen

Antifaschistische Kundgebung
im Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938
Dienstag, 9.11.201017.00 Uhr – Mahnmal an der alten Stadtmauer (Rabbiner-Neumark-Weg) – Duisburg

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ereigneten sich im gesamten deutschen Reichsgebiet massive Gewaltexzesse und Sachbeschädigungen gegenüber jüdischen BürgerInnen und ihrem privaten und öffentlichen Besitz wie Geschäften und Synagogen. So wurde auch in Duisburg die Synagoge in der Innenstadt niedergebrannt, ebenso die Synagogen in den Stadtteilen Ruhrort und Hamborn. Auch wenn dies in den längst gleichgeschalteten deutschen Medien so dargestellt wurde, handelte es sich nicht um eine spontane Erhebung eines wie auch immer gearteten ‚deutschen Volkszorns‘, sondern um eine abgestimmte Aktion unter Anführerschaft der nationalsozialistischen Schlägertruppen, der SA. Am Abend des 10. November – die Zerstörungswut des deutschen Mobs fand am Folgetag in vielen Städten und Gemeinden noch lange nicht ihr Ende – konnte man im ganzen Reich eine grausame Bilanz ziehen: Hunderte Geschäftsräume, Friedhöfe und Synagogen waren verwüstet, zerstört oder in Brand gesetzt, Menschen auf offener Straße verprügelt oder gar getötet worden.
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29.09. – DO – Antifademo „Keine Rückzugsräume für rechte Mörder“

Dortmund: Rechter Mörder aus Haft entlassen

Am 28.03.2005 erstach der damals 17-jährige Nazi-Skin Sven Kahlin in einer belebten Dortmunder U-Bahnstation den 32-jährigen Punk Thomas “Schmuddel” Schulz, weil dieser Kahlins rechte Parolen nicht unkommentiert stehen lassen wollte. Der Täter wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Demnach sollte seine Haft bis März 2012 andauern. Wie nun bekannt wurde, ist der rechte Mörder Kahlin am Donnerstag aus der Justizvollzugsanstalt Werl entlassen worden. Antifaschist_innen rufen deshalb zu einer Demo auf, die an dem “Nationalen Zentrum”, einem von Neonazis in Dorstfeld angemieteten Lagerraum, vorbeiziehen soll. Dort findet jeden Mittwoch das “Kameradschaftstreffen” statt, an dem nun aller Voraussicht nach auch der rechte Mörder Kahlin teilnehmen wird. Dortmunder Antifaschist_innen wollen ihn gebührend empfangen und ihm verdeutlichen, dass seine Tat nicht vergessen ist und er von nun an verstärkt im Visier antifaschistischer Intervention stehen wird.

Kommt zur antifaschistischen Demo:
29.09.2010 (Mittwoch) | 18.00 Uhr | Kampstraße Ecke Katharinenstraße

In Gedenken an Thomas Schulz:
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!

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Antiamerikanismus, Antizionismus und verkürzte Kapitalismuskritik angreifen! Den „Antikriegstag“ sabotieren!

Es ist ein Trauerspiel. Am 4.September wollen sich Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus in Dortmund versammeln, um „gegen Krieg und Kapitalismus“ zu demonstrieren. Auch in diesem Jahr wird es zahlreiche Gegenaktionen geben, vom bürgerlichen bis zum linksradikalen Spektrum, vom Würstchenstand bis zur Straßenblockade ist einiges angekündigt. Sieht man von den mehr und minder praktikablen bzw. erfolgversprechenden Aktionsformen einmal ab, findet man in den bisher kursierenden Aufrufen vor allem eines: Abwesenheit einer Auseinandersetzung mit der Ideologie der Neonazis und mangelnde Reflektion der bestehenden Verhältnisse, obwohl gerade dies bitter nötig wäre.
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23.08. – Mobiveranstaltung für Dortmund

Am kommenden Montag, den 23. August, wird ab 19:00 Uhr eine Mobilisierungsveranstaltung des Dortmunder S4-Bündnisses im AKZ stattfinden.
Im Rahmen ihrer Mobilisierungstour werden hierbei ReferentInnen des Bündnisses Ursprünge, Strukturen und AkteurInnen der Dortmunder extremen Rechten vorstellen, sowie über die geplanten Gegenaktivitäten informieren.

11.-15.8. Oberhausen // Antifacamp

Sommer, Sonne, Antifa

18 Veranstaltungen, vier Tagesseminare, vier Abendveranstaltungen,

auch im 10. Jahr bietet das Antifacamp in Oberhausen reichlich Bildung und Reflexion.

Natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz: vegane Verköstigung, Partys und ein abwechslungsreiches Kultur- und Sportprogramm runden das Camp ab.

Für 20,- Euro gibt es einen Schlafplatz, Vollverpflegung und Wasser satt, sowie ermäßigten oder kostenlosen Eintritt zu den Partys.

antifacamp.de

4.9. Dortmund // Antikriegstag

Auf zu neuen Taten!

Ein verdrehter Antikriegstag

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

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